Die Befristung von Arbeitsverhältnissen spielt im Arbeitsrecht eine erhebliche Rolle. Viele Arbeitnehmer werden bei der Neueinstellung zunächst befristet beschäftigt. In den meisten Fällen geschieht diese Befristung ohne Sachgrund. Von Arbeitgeberseite werden hier oft Fehler gemacht.

Im öffentlichen Dienst stellt sich die Problematik der Kettenbefristung.

Gegen eine unwirksame Befristung kann sich der Arbeitnehmer mittels einer Entfristungsklage wehren. Dieses so ähnlich, wie im Kündigungsschutzprozess. Auch hier gilt eine Dreiwochenfrist ab Ende der Befristung.

Im Normalfall sollte sich der Arbeitnehmer aufgrund der schwierigen Rechtslage hier anwaltlich vertreten lassen, am besten durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Das Bundesarbeitsgericht (11.9.2013 – 7 AZR 107/12) hat entschieden, dass bei einer Befristung eines Arbeitsverhältnisses mit Sachgrund bei Einstellung bereits klar sein muss, dass der Arbeitnehmer tatsächlich nur vorübergehend gebraucht wird.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG, Urteil vom 18. Juli 2012 – 7 AZR 783/10 ) entschied, dass Arbeitsverträge, die mit Sachgrund (hier Vertretungsbedarf) immer wieder mit den gleichen Arbeitnehmer über einen langen Zeitraum abgeschlossen werden (hier 14 Jahre) unwirksam sein können, da sich hier der Rechtsmissbrauch aufdrängt. Der EuGH hatte nach vor kurzem die sog. Kettenbefristungen grundsätzlich für rechtmäßig gehalten.