Beiträge

Strafverteidigung Marzahn-Hellersdorf- wie sollte man sich im Strafverfahren verhalten?

Wer Post von der Polizei oder von der Staatsanwaltschaft Berlin (Moabit) bekommt, ist darüber meist nicht besonders glücklich, denn in den meisten Fällen wird dort mitgeteilt, dass ein Strafverfahren eingeleitet bzw. nicht eingestellt wurde.

Strafverfahren gegen Bürger aus Marzahn-Hellersdorf

Gerade im Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf – im sozialen Brennpunkt – kommt es häufiger vor, dass Mandanten zunächst nichts unternehmen und glauben, dass die Vorwürfe so haarsträubend sind, dass sich das Strafverfahren von allein erledigt. Meistens geht man dann noch zur Berliner Polizei in Marzahn (Polizeiabschnitt 62 in der Cecilienstraße 92, 12627 Berlin-Biesdorf), um den Sachverhalt “aufzuklären”.

Verhalten bei der Polizei

Was viele Mandanten nicht wissen, ist die Tatsache, dass man eben nicht zur Vernehmung zur Polizei gehen muss. Auch muss und sollte man keine Aussage machen – auch nicht schriftlich- solange noch kein Strafverteidiger/ Rechtsanwalt z.B.  in Marzahn-Hellersdorf eingeschaltet wurde. Der Rechtsanwalt sollte darüber entscheiden, ob man eine Einlassung abgibt oder nicht.

erst Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Berlin

Vor jeder Entscheidung über eine mögliche Einlassung des Beschuldigten muss immer die Akteneinsicht über einen Rechtsanwalt stehen. Erst wenn man den Akteninhalt kennt, kann man die Erfolgsaussichten in der Sache abschätzen und einschätzen, ob eine Einlassung oder weiteres Schweigen Sinn macht. Viele Mandanten glauben, dass Schweigen im Strafverfahren ein Schuldeingeständnis gleichkommt. Dies ist völlig falsch. Es ist ein grundlegendes Recht eines jeden Beschuldigten / Angeschuldigten/ Angeklagten eben keine Aussage zu machen. Daraus dürfen für den Beschuldigten keine nachteiligen Schlüsse von der Polizei/ Staatsanwaltschaft/ Gericht gezogen werden.

Anwalt Martin – Rechtsanwalt Marzahn

Strafverteidiger Berlin – ein eigener Beruf?

Manchmal schreiben Anwälte – auch in Berlin – dass sie “Strafverteidiger” sind. Mandanten fragen sich dann, ob ein “Strafverteidiger” ein eigener Beruf ist oder etwas anderes ist als ein “normaler Rechtsanwalt“, der ebenfalls strafrechtliche Mandate bearbeitet.

Strafverteidiger = Fachanwalt für Strafrecht?

Die BerufsbezeichnungFachanwalt für Strafrecht” ist eine Bezeichnung für einen Rechtsanwalt der einen entsprechenden Lehrgang absolviert hat und auch praktische Kenntnisse nachgewiesen hat. Nach der Verleihung darf sich dieser “Fachanwalt für Strafrecht” nennen. Ob eine Fachanwalt für Strafrecht automatisch auch ein guter Strafverteidiger ist, darf bezweifelt werden, da einen guten Strafverteidiger mehr auszeichnet als nur eine bestandene Prüfung und nachgewiesene Praxiserfahrung. Andererseits kann sich Strafverteider eigentlich jeder Anwalt nennen, während die Bezeichnung Fachanwalt für Strafrecht nur der führen darf, der hierzu dazu – aufgrund der oben beschriebenen Fachanwaltsprüfung – den Titel verliehen bekommen hat.

Strafverteidiger = Rechtsanwalt ?

Ein Strafverteidiger ist auch kein spezieller Rechtsanwalt, der über besondere Kenntnisse verfügt. Strafverteidiger kann sich – dem Grunde nach – jeder Anwalt nennen, ohne das er hierfür besondere Kenntnisse im Strafrecht nachgewiesen haben muss. Berufsrechtlich ist es allerdings umstritten, ob sich ein Rechtsanwalt als Strafverteidiger bezeichnen darf. Dies kann irreführend sein, denn der normale Mandant denkt, dass der Anwalt über besondere – nachgewiesene Kenntnisse im Strafrecht verfügt oder dieser Titel verliehen wurde, wie z.B. ein Fachanwaltstitel, was beides nicht der Fall ist.

Anwalt Martin – Strafrecht Berlin