Versicherungsrecht Berlin

Sie sind auf diese Seite gestoßen, da Sie Informationen zum Versicherungsrecht benötigen, insbesondere ist bei Ihnen ein Schadensfall eingetreten, zum Beispiel durch Brand oder Wasser und Sie möchten nun Ansprüche gegenüber Ihrer Versicherung geltend machen.

Hierzu erhalten Sie nachfolgende Informationen:

1. Brandschaden und Ansprüche gegenüber der Brandschadenversicherung

Wer bereits einen Brandschaden, Hausbrand erlitten hat, weis, wie schwierig die Situation des Betroffenen ist. Häufig spielt sich der Fall so ab, dass nach dem Brand unmittelbar jemand von der Versicherung auftaucht und sofort eine Liste, zum Beispiel bezüglich des Hausrates oder anderer Gegenstände, die sich im Haus befunden haben, mit Wertangaben haben möchte.

In diesem Fall handelt die Versicherung äußerst schnell, um zu verhindern, dass später Angaben gemacht werden, die nicht richtig sind. Ein solches Vorgehen ist natürlich nicht vertretbar, da häufig, nur bedingt durch die Situation, Gegenstände vergessen werden und dann später die Geltendmachung äußerst schwierig ist.

Andererseits ist es aber so, dass zum Beispiel die Brandversicherung eben nicht so schnell handelt, sondern im Normalfall, gerade wenn der Versicherte auf die Geldsumme angewiesen ist, die Regulierung nicht sofort durchführt.

Leider steht die Rechtsprechung auf den Standpunkt, dass bezüglich der Auszahlung mit der Brandschadensumme die Versicherung eine so genannte Prüfungszeit hat. Sofern nicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, dass der Brand nicht vom Versicherten oder einer Person, dessen Verhalten sich der Versicherung hinzurechnen lassen muss, vorsätzlich oder fahrlässig verursacht wurde, kann die Versicherung zunächst die Ergebnisse der Branduntersuchung abwarten.

Häufig ist es so, dass die Polizei von sich aus schon Ermittlungen aufnimmt und auch ein Gutachten erstellen lässt über die so genannte Brandursache. Die Versicherung verweist dann darauf, dass sie dann unbedingt dieses Gutachten benötigt und dass sie bereits Akteneinsicht beantragt hat.

Das Problem ist, dass die Akte an die Versicherung nur dann übersandt wird, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die Polizei ermittelt, sendet die Akte dann an die Staatsanwaltschaft und diese gewährt dann Akteneinsicht. Im Normalfall dauert dies 3 Monate bis zu einem Jahr.

In dieser Situation sitzt faktisch der Versicherte ohne finanziellen Ausgleich und kann relativ wenig tun. Hier ist wichtig, dass ein Anwalt eingeschaltet wird, der sich mit entsprechenden Regulierungspraktiken auskennt, um eine schnellere Regulierung zu erreichen. Häufig scheuen die Versicherer den Prozess nicht, so dass unter Umständen auch noch prozessiert wird.

Zu beachten ist allerdings, dass bei der Finanzierung des Rechtsanwalts darauf zu achten ist, dass die Rechtsschutzversicherung nicht allein aufgrund des Brandschutzfalles von einem Schadensfall ausgeht, sondern auch verlangt, dass sich die Gegenseite mit der Zahlung der Versicherungssumme in Verzug befindet. Dies setzt im Normfall voraus, dass zur Zahlung bereits aufgefordert wurde.